Canada

flag_canadaCanada ist ein Staat in Nordamerika. Der einzige Nachbarstaat sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Grenzübertritte sind in der Regel kein Problem (12$ Einreisegebühr in die USA).

Canada ist ein Flächenstaat, dessen Bevölkerung zum Grossteil auf wenige städtische Zentren konzentriert ist. Canada ist politisch als Föderation organisiert, ein Mosaik der Kulturen ist politisch gewollt. Die Unabhängigkeitsbestrebungen Québecs, die Rechte der frankophonen Kanadier und die Rechte der indianischen Völker prägen zentrale Konfliktlinien innerhalb der kanadischen Gesellschaft.

Canada ist mit einer Fläche von 9.984.670 Quadratkilometern nach Russland das zweitgrößte Land der Erde. 

Kanada ist geographisch sehr heterogen. Die geologische Basis der Atlantikprovinzen sind alte, abgetragene Berge neben noch älteren Abschnitten des Kanadischen Schildes. Westlich und südlich liegen die Ebenen um den Sankt-Lorenz-Strom und die Großen Seen. Der Kanadische Schild umfasst eine ausgedehnte, geologische alte Region mit einigen der ältesten Gesteine. Um die Hudson Bay gelegen, nimmt er fast 50 % des kanadischen Gebietes ein. Abgesehen von einigen niedrigen Bergen im östliche Quebec und in Labrador ist die Landschaft flach und hügelig. Das Gewässernetz ist dicht, die Entwässerung der Region erfolgt über eine Vielzahl von Flüssen. Die südliche Hälfte des Schildes ist mit borealen Wäldern bedeckt, während die nördliche Hälfte jenseits der arktischen Baumgrenze liegen und mit Felsen, Eis und Tundrenvegetation bedeckt ist. Die östlichen Inseln des kanadisch-arktischen Archipels sind gebirgig die westlichen dagegen flach. Westlich des Kanadischen Schildes breiten sich die inneren Ebenen aus. Präriegras ist die natürliche Vegetation des südlichen Teils der Prärieprovinzen Saskatchewan, Manitoba und Alberta. Der nördliche Teil dagegen ist bewaldet. Die kanadischen Kordilleren, die sich von nördlichen Yukon Territory, bis zum Süden der Provinzen British Columbia und Alberta erstrecken, dominieren das westliche Kanada. Auf der pazifischen Seite verläuft das Küstengebirge in Nord-Süd-Richtung durch British Columbia, die Küstenlinie wird tief von Fjorden durchschnitten. Vor der Küste liegt Vancouver Island, ein Ausläufer des Küstengebirges, der nun durch das Meer vom Festland abgeschnitten ist.

Die Gesamtlänge der Grenze zwischen Kanada und den USA beträgt 8.890 Kilometer. Kanada hat mit 202.080 Kilometern die längste Küstenlinie der Welt.

Kanada grenzt an Alaska, den Pazifischen Ozean, das Nordpolarmeer, Grönland (Seegrenze) und den Atlantischen Ozean. Die größte Insel ist die Baffininsel. Der Osten des Landes wird vom Sankt-Lorenz-Strom dominiert, der Norden von der Hudsonbai. In Mittelkanada schließen sich – als nördliche Fortsetzung des US-amerikanischen Mittleren Westens – weitläufige Ebenen an. Westlich davon liegen die Rocky Mountains und die Pazifikküste. Die größte Stadt ist Toronto, gefolgt von Montreal, Vancouver und Calgary.

Der Nordteil wird vom kanadisch-arktischen Archipel geprägt. Die nördlichste Halbinsel ist Boothia.

Kanada umfasst unterschiedliche Klimazonen (vom Polarklima bis zum gemäßigten Klima). Hauptsächlich bestimmt jedoch das Boreale Klima mit langen kalten Wintern (bis zu –35 °C) und kurzen heißen Sommern (bis zu 35 °C) den überwiegenden Teil Kanadas. Aufgrund der Größe des Landes ist das Klima in den einzelnen Provinzen und Territorien sehr unterschiedlich.

An der Westküste findet man angenehmes Seeklima mit hohen Niederschlägen, da sich die feuchte vom Ozean kommende Luft am Westrand des Küstengebirges abregnet. Die Jahreszeiten sind in den Provinzen Quebec und Ontario am deutlichsten zu entdecken. Hier gibt es kalte Winter, angenehme Frühjahre und Herbstmonate und von Juli bis September den oft sehr schwül-heißen Sommer mit Durchschnittstemperaturen um 25 °C.
 

Die Bevölkerung Kanadas beträgt geschätzte 32 Millionen. Die letzte Volkszählung von 2001 gibt die kanadische Bevölkerung mit 30.007.094 an. Das ergibt eine Bevölkerungsdichte von ca. 3,2 Einwohner/km², welche damit eine der geringsten der Welt ist.

Der Großteil der Bevölkerung lebt in den Provinzen Québec und Ontario entlang des Sankt-Lorenz-Stromes, das heißt rund um Toronto, Montreal, Québec, Ottawa, London und Hamilton.

11,4 Millionen leben in Ontario, 7,2 Millionen in Québec, 3,9 Millionen in British Columbia und 3 Millionen in Alberta. Die restlichen Provinzen und Territorien haben jeweils weniger als 1 Million Einwohner, wobei Nunavut mit knapp 27.000 Einwohnern das bevölkerungsärmste Territorium Kanadas ist.
 

Landessprachen sind Englisch und Französisch.

Alle Provinzen mit Ausnahme von Québec (frz.) und Neubraunschweig (bilingual engl./frz.) sind englischsprachig, im Volksmund auch genannt English Canada. Alle Regionen haben nicht-englischsprachige Minderheiten, in der Hauptsache frankophone Kanadier und Nachkommen der ursprünglichen Bewohner, Inuit (im Norden) und Indianervölker (siehe auch Indianer Nordamerikas). In Neuschottland gibt es eine Minderheit, die Schottisches Gälisch spricht.
 

Die Geburtenrate betrug 2003 10,99 Geburten pro 1.000 Einwohner, die Sterberate 7,61 Todesfälle pro 1.000 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum betrug 0,94 %.

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Kanada liegt bei 73,6 Jahren. 26 % der Kanadier sind 19 Jahre oder jünger, 13 % 65 Jahre oder älter. Das mittlere Alter der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei 42 Jahren, die Schätzung für 2011 liegt bei 43,7 Jahren.